Wörtherseetrail 57 km 24.09.2011
| MWPl | Startnr. | Name | Jahrg. | m/w | AK | Velden | Trattnigteich | Pyramidenkogel | Bergwertung | GESAMT |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 18. | 275 | Heike Schürbusch | 1962 | w | W 41 - 50 | 2:59:04 | 4:08:14 | 4:50:35 | 0:42:21 | 7:01:41 |
| 107. | 108 | Klaus Gerhardus | 1964 | m | M 41 - 50 | 2:58:56 | 4:04:46 | 4:41:35 | 0:36:48 | 6:50:30 |
Klaus und Heike starteten beim Wörthersee Trail
Der Trail ist in der Regel ein profilierter Landschaftslauf. Der Wörthersee Trail ist dagegen eine Mischung aus Survivaltraining und Fishermans Strong man.
Aber mal von vorne:
Klaus und ich (Mittwoch entschieden) fuhren Donnerstagnachmittag los Richtung Kärnten und kamen spät nachts bei Gudruns Frückstücks Pension an. Die Schlüssel für unsere Zimmer waren in einem Blumentopf versteckt (such).
Nach geruhsamer Nacht stärkte uns ein gewaltiges Frühstück. Wir dachten die Wurst und Käseplatte wäre für die gesamten drei Tage. Wurde aber morgens immer wieder neu aufgefüllt.
Wir begannen unseren ersten Tag mit einem Spaziergang zum Krumpendorfer Strandbad. Dort verloren sich bei schönstem Wetter eine Handvoll hartgesottener Badegäste. Mit meinem ersten Kopfsprung vom 3 Meterbrett seit Jahren, stürzte ich mich in den Glasklaren, relativ warmen Wörthersee. Nach einer Stärkung am Fähranleger wanderten wir dann weiter zur Mini-Ultra-Marathonmesse nach Klagenfurt. Dort besorgten wir unsere Startunterlagen und informierten uns über Vegane-Läufersuppen und asymmetrisch geschnittene Trailschuhe aus Schweden, Ultra Trail Literatur. Das Nudel-Carboloading schmeckte etwas fad.
Danach machten wir uns wieder auf den Weg zur Pension. Eigentlich wollten wir mit dem Bus fahren, den wir leider verpassten- also laufen, was sonst!?
Am nächsten Morgen ging es sehr früh weiter. Unsere Wirtin hatte das Frühstück abends für uns vorbereitet.
Wir konnten mit dem Auto sehr nahe am Start- und Zielbereich parken. Um 8:00 Uhr fiel dann der Startschuss und Alfred der Häuptling des Wörthersee-Tail führte uns mit seinem Bike durch Klagenfurt bis zum Einstieg des Trails.
Es ging gleich mächtig steil hoch, runter, hoch und wieder runter. Über steinige Pfade, Felsenklamm, Wiesen, Matsch, Bäche und weiche Waldwege an Kühen Pferde, Hühner, Schweinen und kleineren Seen vorbei.
Nach der Hälfte der Strecke in ca.3 Stunden Laufzeit waren wir in Velden. Da dachte Klaus: “Hätte ich mich doch nur für den 30 km , 15 km oder für einen Badetag am See entschieden“. Es fühlte sich an als wenn wir schon bei km 50 wären.
In einer Felsenklamm kam Klaus sehr gut voran und von da liefen wir getrennt. Irgendwann kam noch eine Bergwertung auf den Pyramidenkogel. Den Berg konnte man nur gehend erklimmen. Dies war eine Wendestrecke für ca. 4 km. 500 m unterhalb der Berg- Labestation begegneten Klaus und ich noch einmal. Zu dem Zeitpunkt war mir schlecht und Klaus hatte erste Wadenkrämpfe und es waren noch fast 20 km zu laufen.
Weil es nun eine ganze Zeit Bergab bis auf Seehöhe ging, konnten wir wieder neue Kräfte sammeln. Bei km 46 ging es nochmal dermaßen bergauf, dass wir dies als nur gemein fanden. Die letzten 3 km wurden wir dann noch von der Sonne gegrillt und endlich geschafft.
„Der Kopf tat weh die Füße stunken, hamm´er erst mal ein Bier getrunken.“
Mit unseren Zeiten waren wir sehr zufrieden.
Klaus: 6:50 Stunden
Heike 7:01 Stunden
Anschließend gingst im Strandbad zum Duschen und im See Schwimmen. Nach der Siegerehrung hatten wir ernsthaft Hunger und wir haben die Kohlenhydrat Speicher mit einem leckeren Essen aufgefüllt.
Zur Lockerung der Muskulatur tanzten wir zur Fetenmusik noch 1 Stunde auf der Trailparty . Die Veranstaltung war so perfekt und liebevoll organisiert, die Unterkunft war spitze. Der Wörthersee ist echt geil, so dass wir trotz Muskelkater und Sonnenbrand nächstes Jahr am liebsten mit einigen von Euch wieder hinfahren wollen. Es gibt nämlich auch kürzere Distanzen.
