Siegtal-Pur am 3.7.2011
Hallo anläufer/innen,
war das nicht ein wunderschöner Sonntag? Mir hat er jedenfalls super gut gefallen, zumal ich zunächst gedacht hatte, er würde in dieser Form gar nicht zustande kommen.
Ich war total überrascht, dass gestern Morgen plötzlich 13 anläufer/innen am Busbahnhof standen – bewaffnet mit Trinkgurten usw. und alle ohne Fahrräder. Da wusste ich schon mal, das wird super!
Das wir keine Fahrräder mit hatten, war unser Glück, denn die mit den Rädern wussten bestimmt noch nicht, was auf sie zukam. Es fuhren auf den Platz, ein riesiger Gelenk-Bus und direkt danach ein riesiger LKW. Wir hatten sofort einen Sitzplatz im Bus, aber es hatte gut 25 Minuten gedauert, bis dass ein Teil der Fahrräder verladen war und die dazugehörigen Radler alle im Bus waren. Dann ging´s über den Lahnhof zur Siegquelle (die andere Strecke war ja gesperrt.) Das hatte nochmal 45 Minuten gedauert, aber egal, wir waren oben und unser Zeitplan stimmte noch fast.
Meine Überraschung war perfekt, denn da standen nochmal 5 anläufer/innen, die mitlaufen wollten und nun ging es mit 18 Leuten auf die Straße, immer nur bergab. Ich glaube, das war für uns alle ein Super-Erlebnis, so zwischen den Radlern mit den manchmal witzigen Kommentaren usw.
Ein Glück, dass wir alle was zu trinken mit hatten, denn die erste bestückte „Anlegestelle“ war in Deuz; das waren 12 km.
Unterhalb des Senioren-Wohnheimes haben wir eine Pipi-Pause einlegen müssen, Männer rechts, Frauen links. Auf der Strecke kam uns Bianca entgegen gelaufen und hat sich dann zu uns gesellt; wir haben ihr erst mal zu dem Ergebnis „Anzhäuser Gückellauf“ gratuliert, genauso wie Gabi Scherzant, die uns mit dem Fahrrad entgegen kam und in Anzhausen eine super tolle Zeit gelaufen war und sogar erste Frau im Gesamteinlauf geworden ist.
Überhaupt haben uns viele Bekannte gesehen, die uns immer wieder angefeuert haben.
Unterwegs hat sich dann die ein- oder andere verabschiedet, weil irgendwo im Seitental das Auto stand. In Dreis-Tiefenbach wurde dann der Rest der Gruppe geteilt in die schnelleren und langsameren anläufer/innen. Aber alle, die noch dabei waren, sind auch in Eiserfeld am „Europaplatz“ angekommen.
Bruno erzählte, dass ein Mann neben ihm auf dem Rad fragte: „Entschuldigung, darf ich Sie mal was fragen, von wo kommen Sie?“ Bruno: „Von der Siegquelle.“ Der Mann:“ Vor Ihnen und Ihrer Gruppe kann ich nur den Hut ziehen. Ich bin begeistert. Wollen Sie etwa noch bis Betzdorf?“ Das war dann doch ein bisschen weit. Aber der Kommentar hat Bruno und seiner kleinen Gruppe so gut getan.
Marlene erzählte, auf der anderen Seite der Straße an der Leitplanke brüllte eine Frau:“ Wann kommen denn die Marathonläufer?“ Marlene brüllte zurück:“ Die sind schon längst durch, wir sind die letzten!“ Dann hatte die Frau uns alle einfach verpasst.
Am „Europaplatz“ gab es ein großes Hallo, dort hatten sich dann auch die Läufer aus Betzdorf und Wissen eingefunden und ganz viele anläufer/innen, die mit dem Fahrrad unterwegs waren.
Es war einfach nur schön, keinem was passiert, alle noch gut drauf und glücklich.



