Slowenien Ultra-Marathon im Europa-Cup 75 km 05.09.2009
„Das war wohl einer meiner schönsten langen Läufe,“ sagte Klaus Spies aus Wilnsdorf nach knapp 11 Stunden und 75 km von Celje nach Dolarska Dolina im Norden Sloweniens. Spies ist einer von drei Siegerländer Ultramarathonläufern, die mal in Tschechien, in Thüringen, in der Schweiz oder nun auch in Slowenien ihre Ausdauer im wahrsten Sinne des Wortes laufend unter Beweis stellen.
Mit von der Partie war am vergangenen Samstag auch Heike Schürbusch aus Siegen-Dreisbach, die momentan wohl beste Siegerländer Ultramrathonläuferin. Schürbusch feierte ihren 3. Platz mit
7h 42min in der Frauenwertung W45 wie einen Sieg: „Es war total anstrengend, aber schön. Jetzt bin ich nur noch glücklich und freue mich auf die Dusche.“ Nur 4 Minuten später kam Klaus Gerhardus aus Mudersbach ins Ziel. Er ist momentan Vierter in der Männer-Gesamtwertung des Europacups.
Der 75 Kilometer lange Ultramarathon in den Steiner Alpen ist ein schöner, schwerer und abwechslungsreicher Lauf. Vom Panorama her, dem Blick auf die östlichen Ausläufer der Karawanken und den wildromantischen Fluss Savinja, ist die Laufstrecke vielleicht die schönste des Europacups - wenn da nicht die letzten 25 Kilometer wären. Denn auch die Rahmenbedingungen sind nicht ohne:
Der Startschuss fällt morgens um 06.00 Uhr in Celje vor dem Volkshaus und Kulturzentrum »Narodni Dom«. Nach zwei Einführungsrunden führt er zunächst über schmale, wurzelige und schwer zu laufende Pfade. Später geht es größtenteils auf Forst- und Wald-, teilweise auch auf asphaltierten Wirtschaftswegen weiter. Das letzte Drittel wartet dann entlängs einer Landstraße mit den meisten der insgesamt 550 Höhenmeter auf.
Die drei Siegerländer sind sich jedoch einig: „Die Strapazen haben sich nicht nur wegen dem sportlichen Erfolg auf jeden Fall gelohnt,“ so Gerhardus. „Die Menschen hier sind allesamt sehr nett und hilfsbereit – wo kriegt man schon morgens um drei ein schönes Frühstück vor so einer Herausforderung?“ Und Spies rundet seinen ganz persönlichen Eindruck: „Ich komme nächstes Jahr wieder – aber wahrscheinlich eher zum Urlaub machen.



